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II Tage der Festung Posen - 2-3. August 2014

Am Wochenende 2-3. August 2014 organisiert Poznań Tourismusorganisation zusammen mit seinen Partnern zum zweiten Mal die „Tage der Festung Posen“.

Teilnehmen werden der Festungsverein, der Königlich-Kaiserliche Route, das Großpolnische Museum für Unabhängigkeitskämpfe, Archäologishes Museum Reservat "Genius Loci" und das Posener Gewächshaus. Man wird an dem Wochenende die Forts III, IVa, Va und VII, die Museums im Cytadela Park, Archäologishes Reservat "Genius Loci", die Kathedralswehr und den Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg im Wilson Park besuchen können. An jeder Station werden zusätzliche Attraktionen, Führungen und historische Inszenierungen organisiert.

Mehr aur der Seite www.dnitwierdzypoznan.pl

 

Poznań gehörte bereits vor 1000 Jahren zu den am besten befestigten Orten in diesem Teil Europas. Die mächtige Burg wurde nicht zufällig in Poznań gebaut. Man konnte hier sehr gut die Warthe überqueren, was südlich noch nördlich der Stadt erst Dutzende Kilometer weiter möglich war. Die strategische Rolle von Poznań war umso größer, weil die Stadt den Weg nach Gniezno im Westen absicherte. Kaiser Heinrich II. unterließ 1005 die Eroberung der Stadt und schloss einen Friedensvertrag mit dem König Bolesław Chrobry ab (1005). Bis zum 13. Jahrhundert war die Poznaner Burg ein wichtiges Glied im polnischen Wehrsystem.  Später war die Rolle von Poznań als Festungsstadt nicht mehr so groß.

 

Im 15. und 16. Jahrhundert wurde es von niemandem bedroht und in der Stadt blühten der Handel und das Handwerk. Der Bau von Befestigungen wurde vernachlässigt und die zahlreichen Kriege, die Mitte des 17. Jahrhunderts begannen, haben die Stadt nicht verschont. Poznań wechselte häufig seine Herrscher und wurde oft von schwedischen, russischen, sächsischen, brandenburgischen und sogar von polnischen Konföderationstruppen geplündert.

 

Verändert hat sich die Sachlage, als Poznań infolge der 2. Teilung ein Teil Preußens  (1793) wurde und als sich nach den napoleonischen Kriegen die Grenze zwischen dem preußischen und russischen Besatzungsgebiet nach Westen verschob. Poznań wurde zur einzigen potenziellen Festung, die Berlin im Falle eines Konflikts mit Russland verteidigen konnte.   So begann man die Stadt in eine Festung umzubauen. Die Hauptbefestigung war die Zitadelle  (Fort Winiary – dt.: Kernwerk), und die Stadt wurde im 19. Jahrhundert dicht mit Mauern umgeben. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Festung durch achtzehn Forts verstärkt, die ebenfalls die Stadt umsäumten.  Die Befestigungen wurden bis Ende des 19. Jahrhunderts ausgebaut, so wurde Poznań zu einer der mächtigsten Festungen in Europa, die einer mehrjährigen Belagerung standhalten konnte. In dieser Zeit wurde auch der innere Ring der Befestigungen abgetragen, der den Anforderungen der modernen Militärtechnik nicht mehr standhalten konnte. An seiner Stelle entstand u.a. das Schlossviertel.

 

Als Festung wurde Poznań in der Praxis nur einmal, 1945 getestet, als die Deutschen die Stadt vor den sowjetischen Truppen verteidigten. Eine Möglichkeit einer erfolgreichen Verteidigung gab es nicht, aber dank der alten preußischen Befestigung konnten die Deutschen den sowjetischen Truppen einen Monat lang standhalten. Die Reste der alten preußischen Befestigung sind teilweise als Ruine und teilweise als der größte Park in der Stadt – die Zitadelle –  erhalten.

 

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